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28. April 2023, 19:23 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

 

Das Maibaumstellen in der ‚Hexennacht‘ findet dieses Jahr an einem Sonntag statt – natürlich wie immer am 30. April um 18:00 Uhr. Der Maibaum wird durch die Freiwillige Feuerwehr aufgestellt, gesanglich und musikalisch umrahmt vom Männergesangverein, den Singflöhen und dem Musikverein. Nach dem Aufstellen des Maibaums werden im Hof des Gemeindehauses durch den Fußballsportverein ‚Mai-typische Getränke‘ und kleine Speisen angeboten. Über die Teilnahme zahlreicher Mitbürgerinnen und Mitbürger würde sich die Ortsgemeinde freuen. –  Michael Detzel, Ortsbürgermeister

 

2022: der Maibaum wird durch die Feuerwehr zum Kerweplatz getragen
14. Februar 2023, 06:58 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am Montag letzter Woche (06.02.2023) wurde der Ortsgemeinde Steinweiler durch die Kreisverwaltung Germersheim – über die Verbandsgemeindeverwaltung Kandel – für unser Bürgerhaus (Hauptstraße 40) eine sogenannte Nutzungsuntersagungsverfügung zugestellt.

In der Verfügung heißt es, dass mit sofortiger Wirkung die weitere Nutzung der Versammlungsstätte untersagt wird. Begründet wird die Nutzungsuntersagung mit einem Verstoß gegen baurechtliche Vorschriften. Lt. Aussage der Kreisverwaltung „zeigen die Prüfberichte auf, dass die Lüftungsanlage betriebssicher und wirksam ist. Allerdings wurden bei der Prüfung der Brandschutzklappen Mängel festgestellt, dahingehend, dass diese falsch eingebaut und somit nicht funktionsfähig sind: entgegen der bauaufsichtlichen Zulassung wurden die Klappen vor, anstatt in der Treppenraumwand integriert.“ In der Verfügung heißt es weiter, „dass mit sofortiger Wirkung die weitere Nutzung der Versammlungsstätte untersagt wird.“
Seit dem Inkrafttreten der Nutzungsuntersagung wurden bereits mehrere Ortstermine unter Beteiligung der Kreisverwaltung, Verbandsgemeindeverwaltung, der Ortsgemeinde, dem Sachverständigen und dem durch die Ortsgemeinde beauftragten Brandschutzingenieur abgehalten, um die Lage vor Ort zu erörtern. Der Kreisverwaltung liegt zur Kompensation (Behebung) der brandschutztechnischen Mängel ein Ergänzungsantrag über die Ausführung von brandschutztechnischen Maßnahmen zum Bauantrag aus dem Jahre 1985 vor. Diese sind im Zuge des laufenden Genehmigungsverfahrens zu prüfen.

Dies bedeutet, dass seit dem 06.02.2023 im Bürgerhaus keine Versammlungen und Veranstaltungen jeglicher Art mehr abgehalten werden dürfen, unabhängig ob vereinsintern oder öffentlich. Der Seniorenraum ist der einzige Raum, der noch genutzt werden kann. Wie lange diese Verfügung aufrechterhalten wird und welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen, damit das Bürgerhaus wieder genutzt werden kann, dazu kann derzeit keine Aussage getroffen werden.

Es ist sehr bedauerlich, dass nach fast drei Jahren Corona-Pandemie derzeit durch den Verstoß gegen baurechtliche Vorschriften keine Veranstaltungen (Fasching, Konzert) möglich sind. – Michael Detzel, Ortsbürgermeister

Blick in das Bürgerhaus anlässlich des 25-jährigen Jubiläums mit Epinac.
4. Februar 2023, 09:49 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Im Juli letzten Jahres schloss nach vielen Jahren die Bäckerei Paul ihre Filiale in Steinweiler – sehr zum Bedauern vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger. Backwaren sind seitdem nur noch ‚von außerhalb‘ zu beziehen.

Ab dem kommenden Sonntag, 05.02.2023, wird die Bäckerei Schwab aus Leimersheim, immer sonntags, frische Backwaren anbieten, Der mobile Verkaufswagen wird im Bereich des Kerweplatzes aufgestellt.

Bei dem Gespräch mit Ortsbürgermeister Michael Detzel, sagte die Firmenchefin Judith Zöller-Schwab: „Die Bäckerei Schwab ist eine Traditionsbäckerei, die seit über 100 Jahren, mittlerweile bereits in der vierten Generation, betrieben wird. Wir von der Bäckerei Schwab wollen die Einwohner von Steinweiler und der Umgebung auch sonntags sehr gerne mit frischen Backwaren – Brötchen, Brot, Kuchen und anderen Süßteilen – durch unseren mobilen Verkaufswagen versorgen. Unsere Öffnungszeiten sind jeden Sonntag von 07:30 bis 11:00 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Sonntagsbesuch“. Weiterhin verriet die Firmenchefin: „Die ersten drei Sonntage – bis zum Faschingssonntag – bekommt jeder Kunde ein Brötchen gratis“

Nutzen wir das Angebot, sonntags frische Backwaren im Dorf zu erwerben – dann kann das Angebot auch dauerhaft sein.
Michael Detzel, Ortbürgermeister

21. Dezember 2022, 08:00 Uhr
aus dem Amtsblatt der VG-Kandel

Nach zweijähriger, pandemie-bedingter Unterbrechung, werden wir in diesem Jahr wieder das ‚Singen unterm Weihnachtsbaum‘ durchführen. Das diesjährige Singen findet am Freitag, dem 23.12.2022, um 18.00 Uhr, im Hof des Gemeindehauses statt.

Die Jugendkapelle des Musikvereins, Schüler der Grundschule, die Singflöhe und der Jugendchor des Männergesangvereins sowie der Männergesangverein gestalten das Programm.
Die Feuerwehr bietet Glühwein, Kinderpunsch, Bratwürste, heiße Würste und Brezeln zum Verzehr. Auch der Weihnachtmann wird wieder zu den Kleinsten unseres Dorfes kommen und die braven Kinder beschenken …

Stimmen Sie sich beim Zuhören und insbesondere beim gemeinsamen Singen auf Weihnachten ein. Es ergeht herzliche Einladung. – Michael Detzel, Ortsbürgermeister

17. November 2022, 08:23 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Nachdem unser vorweihnachtlicher Adventsmarkt im letzten Jahr Corona-bedingt kurzfristig abgesagt werden musste, wird dieser in diesem Jahr wieder stattfinden.

Nach dem Aufruf im Amtsblatt fanden sich wiederum genügend Standbetreiber, so dass das Angebot vielseitig und attraktiv sein wird.

Der Adventsmarkt findet am Samstag, dem 19. November, von 12:00 – 20:00 Uhr, im Hof des Bürgerhauses statt.
Hinweise:
– Um 12:00 Uhr wird der Adventsmarkt in Anwesenheit von Verbandsbürgermeister Volker Poß offiziell eröffnet
– anschließend findet unter den anwesenden Besuchern eine kleine, ‚kulinarische‘ Verlosung statt.
– um ca. 16:00 Uhr spielt das Jugendorchester des Musikvereins

Die Standbetreiber würden sich über zahlreiche Besucher freuen! – Das Organisationsteam und die Ortsgemeinde.

31. Oktober 2022, 00:00 Uhr
eingereicht durch Markus Marz

Vom 16. bis 18. September 2022 besuchte eine Delegation aus unserer Partnergemeinde E´pinac (Burgund) unsere Ortsgemeinde, um unser 30-jähriges Partnerschaftsjubiläum zu feiern. Bereits im September 2021 war eine Delegation aus Steinweiler in E´pinac, um dort dieses Jubiläum zu feiern, nun stand die Feier in Steinweiler an.

32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Freitagnachmittag mit dem Bus in Steinweiler an, darunter der Bürger-meister von E´pinac, M. Dr. Jean Francois Nicola und die gesamte Vorstandschaft des Partnerschaftskomitees. Besonders erfreulich, auch neun Schüler waren unter den Gästen, so dass auch die Jugend stark vertreten war. Nach der Ankunft gab es eine herzliche Begrüßung im Hof des Gemeindehauses die vom Jugend-orchester des Musikvereins, den Sing-flöhen des Männergesangvereins, der prot. Kita und der Grundschule gestaltet wurde.

Viele Mitglieder der Partnerschaft kennen sich schon seit Jahren und es sind dauerhafte Freundschaften entstanden. Den Abend verbrachten unsere Freunde in ihren Gastfamilien. Aus der Partnerschaft ist eine Freundschaft zwischen Menschen aus beiden Gemeinden geworden. Viele gegenseitige Kontakte und Besuche folgten und vertieften diese Freund-schaft. Verdiente Begleiter auf diesem Wege waren der damalige Vorsitzende des Kultur-vereins Alexander Öttl, der frühere Bürgermeister von Epinac Patrick Defontaine, Altbürger-meister Claude Merkel, Adolf Sorg, Phlippe und Marie Lou Condette und viele andere.

Am Samstagmorgen stand eine Stadt-führung in Landau auf dem Programm. Diese Führung war in französischer Sprache und hier erfuhren die Gäste interessante historische Ereignisse über die französische Vergangenheit der Festungsstadt. Landau wurde 1680 eine französische Stadt und wurde von 1688 bis 1691 von dem französischen Baumeister Vauban zu einer starken Festung ausgebaut. Landau blieb bis 1815 bei Frankreich und wurde danach bayrisch.

Zum Mittagessen ging es in ein Weingut nach Dierbach und danach wurde das Deutsche Weintor in Schweigen-Rechtenbach besucht.

Höhepunkt des Besuchs war am Samstagabend der Festakt im Bürgerhaus. Es gab An-sprachen der beiden Bürgermeister Jean-Francois Nicolas und Michael Detzel, des Verbandsbürgermeisters Volker Poß und der Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Pierre Demeulemeester und Markus Marz. Es wurde auf die Zeit der Gründung der Partnerschaft im Jahre 1991 durch die damaligen Bürgermeister Patrick Defontaine und Berthold Herrmann zurückgeblickt, welche die Partnerschaft zwischen Epinac und Steinweiler besiegelten.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung am Samstagabend wurden langjährige Mitglieder beider Partnerschaftsvereine die Ehrennadel in Gold verliehen, „in Anerkennung ihres langjährigen Engagements für die Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Rheinland-Pfalz und Burgund-France-Comte“. Die Verleihung nahm der Ehren Vizepräsident des Bereichs Burgund-Franche-Comte Clemens Nagel vor.

Besonders überrascht war man über das Gastgeschenk der Jugendlichen aus Epinac. Sie brachten eine Rebe aus Burgund als Gastgeschenk mit. Diese wird in Steinweiler einen angemessenen Platz  finden. Umrahmt wurde die Festveranstaltung vom Musikverein und dem gemischten Chor CHORios des Männergesangvereins.

Am Sonntagmorgen fand in unserer Pfarrkirche St. Martin ein ökumenischer Gottesdienst statt, gestaltet von Pastoralreferenten Thomas Jäger und Pfarrer Robin Braun. Mitgewirkt hatten auch zwei Vertreter der rumänisch-orthodoxen Kirche. Die Fürbitten wurden in französischer und deutscher Sprache verlesen. Die Inhalte bezogen sich auf Gastfreund-schaft, Herberge, Mitmenschlichkeit Frieden und Völkerverständigung, was sehr gut in den Rahmen dieses Besuches passte.  Nach dem Gottesdienst wurde noch im Bürgerhaus ein reichhaltiges Mittagsbuffet angeboten, so dass sich die Gäste aus Burgund gut gestärkt auf den 500 km langen Heimweg machen konnten.

Vorab wurden noch zukünftige Pläne im Rahmen der Partnerschaft besprochen, bei der die Jugend verstärkt eingebunden werden soll, ein Schüleraustausch, sportliche Aktivitäten und weitere Projekte, welche hierzu passend sind.

Dann hieß es Abschied nehmen. Für alle Beteiligten war klar, es war ein wunderbares Wochenende und viele freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen.

27. August 2022, 09:20 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Liebe Bürgerrinnen und Bürger von Steinweiler,

am 07. Dezember 1991, wurde in der französischen Gemeinde Epinac in Burgund und ein halbes Jahr später am 23. Mai 1992 in Steinweiler die Partnerschaft zwischen Steinweiler und Epinac beurkundet. Unterzeichnet wurde die Urkunde von dem damaligen Bürgermeister von Epinac Herrn Patrick Defontaine und dem Ortsbürgermeister von Steinweiler Berthold Herrmann.

Bereits im Oktober letzten Jahres feierten wir das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft in Epinac. Vom 16. bis 18. September wollen wir das Partnerschaftsjubiläum mit unseren Freunden aus Epinac in Steinweiler begehen.

Dazu findet am Samstag den 17. September im Bürgerhaus von Steinweiler ein Festakt statt. Zu diesem Festakt möchten wir sie recht herzlich einladen.

Die Jubiläumsveranstaltung beginnt um 19:00 (Einlass ab 18:30).

Die Veranstaltung wird musikalisch vom Musikverein Steinweiler, dem Männerchor „Eintracht“ und dem gemischten Chor „CHORios“ umrahmt.

Zum Essen wird Rieslingschinken mit Kartoffelsalat und Knoblauch Soße zum Preis von 11€ angeboten. Damit wir besser planen können bitten wir um Anmeldung für das Essen mit dem nachfolgenden Anmeldeformular

Die Anmeldung kann bei Markus Marz, In den Rappengärten 9, abgegeben werden oder telefonisch unter der Rufnummer 06349 929400 erfolgen.

Anmeldeschluss ist der 07. September 2022.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister,
Markus Marz, Vorsitztender des Partnerschaftsvereins

Bild von der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 23. Mai 1992 in Steinweiler durch die damaligen Bürgermeister Herrn Berthold Herrmann von Steinweiler und Herrn Patrick Defontaine von Epinac.
Bild von der Jubiläumsfeier die am 15. bis 17. Okt. 2021 in Epinac stattfand.
19. August 2022, 19:11 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel
24. Juni 2022, 07:48 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Wie bereits in unserem Jubiläumsjahr 2018 als auch im letzten Jahr wird auch in diesem Jahr in Steinweiler eine Theateraufführung des Chawwerusch-Theaters stattfinden. Zur Aufführung kommt das Stück ‚DONAUKINDER – Eine rumänien-deutsche Geschichte‘. Anfang Mai wurde das Stück uraufgeführt. Im Hof des Gemeindehauses sind zwei Aufführungen geplant: am Samstag, 02. und Sonntag 03. Juli, abends um 20:00 Uhr.

Stückinfo:

„Das Banat im heutigen Rumänien ist die Heimat vieler Donauschwaben. Dort, im kleinen Ort Triebswetter in den 90er Jahren, lässt das Chawwerusch Theater seine neue große Sommerproduktion „Donaukinder“ spielen. Vor kurzem sind das Ceauşescu-Regime und der eiserne Vorhang gefallen. Mit einem Festtagsschmaus und bei Musik und Tanz wird das Dorfjubiläum gefeiert, bei dem sich die Familie Geier nach langen Jahren wiedertrifft. Endlich können die Daheimgebliebenen und die Ausgewanderten, die drei Generationen der Familie, wieder zusammen sein. Aber trotz aller Freude brechen auch alte Wunden auf, denn jede*r hat hier ein Geheimnis, eine Leiche im Keller. Aber anders als gewöhnlich bleibt diese Leiche nicht reglos im Keller liegen, sondern hebt ihr Haupt, sobald die Sonne untergeht.“
Der Kartenvorverkauf erfolgt im Weingut Frank Bohlender, Obergasse 1, Steinweiler, Tel. 06349/929410. – Michael Detzel, Ortsbürgermeister

24. Juni 2022, 06:00 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Eine sehr hohe Resonanz erfuhren auch die Veranstaltungen in Steinweiler zum Aktionstag ‚50 Jahre Verbandsgemeinde Kandel‘: in der letzten Amtsblatt-Ausgabe wurde über die Aufführungen des Stationentheaters, die Führungen auf dem Historischen Dorfweg als auch über den Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr berichtet. Über die Feierstunde zum Sanierungsende unseres Friedhofs wird in dieser Ausgabe berichtet. Die Feierstunde war eingebettet in den Aktionstag ‚50 Jahre Verbandsgemeinde Kandel‘, die am 01. Oktober 1972 gegründet wurde.
Feierstunde zum Sanierungsende

„Mit finanzieller Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz und mit Unterstützung des Landkreises Germersheim sowie der Verbandsgemeinde Kandel wurde der Friedhof der Ortsgemeinde Steinweiler grundlegend saniert und umgestaltet. In einem Zeitfenster von annähernd drei Jahren wurden die umfangreichen Maßnahmen durchgeführt und konnten Ende 2021 nahezu abgeschlossen werden“, so der Ortsbürgermeister zum Auftakt der Veranstaltung, der zur ‚Feierstunde zum Ende der Sanierung und Umgestaltung‘ zahlreiche Gäste begrüßen konnte. Einige sprachen auch Grußworte: so,
– der Landrat des Landkreises Germersheim, Dr. Fritz Brechtel, der die Ortsgemeinde zu dieser gelungenen Maßnahme außerordentlich beglückwünschte
– der 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Kandel, Josef Vollmer, der über die Gründung der Verbandsgemeinde informierte, auch von ‚damals nicht uneingeschränkter Zustimmung der Bewohnerinnen und Bewohner‘
– von unserer Partnergemeinde vom Comité de Jumelage d’Epinac Sylvain Saussier. Er wiess auf die 30 Jahre bestehende Partnerschaft unserer beiden Gemeinden hin und erinnerte daran, wie wichtig Partnerschaften zwischen Völkern und Gemeinden sind, gerade in der jetzigen Zeit, in der in Europa wieder ein Krieg geführt wird
– die Landschaftsarchitektin Bettina Krell. Sie informierte über den gesamten Ablauf des Projekts, von der Erstellung des Potentialplans, über die Entwurfs- und Ausführungsplanung, die Erstellung des Förderantrags, aber auch über das große Engagement der am Bau beteiligten Baufirmen. Ebenso über das gute Miteinander bei den zahlreichen Beratungen in den gemeindlichen Gremien.

Thomas StephanAbteilungsleiter für ‚Lernkultur und Schulseelsorge‘ im Bischöflichen Ordinariat Speyer referierte über Friedhöfe als Orte für Trauer, Gedenken und Begegnung. Er informierte, dass Bestattungen von Menschen schon seit über 50.000 Jahren durchgeführt werden. Ebenso über eine sich in den letzten Jahren immer mehr wandelnde Trauer- und Bestattungskultur, in der Feuerbestattungen mittlerweile deutlich überwiegen.
Pastoralreferent Thomas Jäger und Ehrenpresbyter Gerhard Becker sprachen zum Abschluss der Veranstaltung die Segensworte.
Umrahmt wurde die Veranstaltung musikalisch und gesanglich vom Musikverein und Männergesangverein Steinweiler. Das Deutsche Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr verrichteten den Sanitäts- und Ordnungsdienst.

Geschichte des ‚Neuen Friedhofs‘,
Nach seiner Begrüßung gab der Ortsbürgermeister einen Rückblich in die Geschichte des ‚Neuen Friedhofs‘, der vor fast 200 Jahren (1825) von der katholischen Kirche an den jetzigen Standort ‚außerhalb des Dorfes, an die Bezirksstraße nach Kandel‘, verlegt wurde, da mit dem ‚Wachstum des Dorfes der Friedhof dort zu klein wurde‘.

Bereits 1866 wurde er nach Osten erweitert und erhielt seine heutige Form, die Steinumgrenzung und die eisernen Zaunelemente. 1965 beschloss der Gemeinderat den Bau einer Friedhofshalle und eines Ehrenmals für die Opfer von Krieg und Gewalt. Die Einweihung der Friedhofshalle erfolgte wohl am 1. November 1965. Ende der 70ger Jahre wurde auf dem Beton-Flachdach der Friedhofshalle ein schützendes Pultdach aufgeschlagen. 2013 wurde der Friedhof gestalterisch um einen Lebensweg – an dessen Ende sich ein Rasengrabfeld und eine anonyme Grabstätte und ein Gedenkstein befinden – erweitert.

Auslöser für das Projekt

Die drohende Nichterteilung der Betriebserlaubnis der elektrischen Anlage war der Auslöser für die Friedhofsanierung, denn nicht nur die Friedhofshalle, sondern auch der gesamte Außenbereich zeigten einen hohen Verschleiß.
Deshalb wurden bereits im Jahre 2016 in der Friedhofshalle die elektrische Anlage, die Heizung und Fenster und Türen vollständig erneuert, die sanitären Anlage saniert und Malerarbeiten in allen Räumen durchgeführt. Diese ‚Auftaktinvestition‘ betrug bereits über 50 T€.
Nach einigen Ortsterminen war man sich im Bauausschuss und Gemeinderat einig, den Friedhof grundlegend zu sanieren. Für die Erarbeitung des Gestaltungskonzeptes wurde vom Planungsbüro Krell ein Bestands- und Potentialplan erstellt. Als Basis für das Gestaltungskonzept wurde vorab ein Vermessungsplan erstellt, der die Basis für die weiteren Planungen und Massenberechnungen war. Im Potentialplan wurde der Friedhof in fünf Areale eingeteilt, die nacheinander auch in fünf Bauabschnitten umgesetzt werden sollten – aus dem Potentialplan wurde dann der Entwurfsplan abgeleitet.

Fünf Bauabschnitte – Nettobauzeit 25 Monate

In den fünf Bauabschnitten erhielten alle Gehwege einen neuen Unterbau und wurden neu gepflastert, ebenso wurde der Hallenvorplatz neu gestaltet. Der Sockel der Friedhofshalle wurde abgedichtet, gebrochene Regen- und Schmutzwasserleitungen ausgetauscht, neue Wasserleitungen zu den drei neuen Wasserstellen verlegt, ebenso wurden neue Elektroleitungen im Außenbereich verlegt, zudem wurden mehr als 30 Bäume und zahlreiche Sträucher angepflanzt, Rasen eingesät und ein Verbindungsweg zum Grabfeld-IV mit zentralem Platz errichtet.
Die Friedhofshalle wurde außen saniert, erhielt ein neues Dach, der Blitzschutz wurde installiert, auch wurde der Kellerabgang neu überdacht, zudem erhielt die Halle einen neuen Fassadenanstrich. Die Gedenktafeln der Gefallenen der beiden Weltkriege wurden saniert, ebenso der Glockenturm mit Läutwerk und Glocke. Auch wurde ein Nebengebäude als Friedhofslager errichtet, die Entsorgungsstelle für den Grünschnittabfall neu überdacht und ein neues Schiebetor installiert. Das nördliche Zugangstor für Friedhofsbesucher wurde ebenso erneuert wie das östliche Zugangstor für Wirtschaftszufahrten. Lagerstellen für Splitt und Muttererde wurden eingerichtet. Die Lautsprecheranlage und die Friedhofmöblierung wurden erneuert und erweitert.
Eine der zentralen Erneuerung war die Umgestaltung des geschlossen Grabfeldes-I, in dem nun auch Baumbestattungen (Feuerbestattungen unter Bäumen) möglich sind. Die Nettobauzeit betrug ca. 25 Monate.

Finanzierung und Nutzen

Aus dem Investitionsstock hat das Land Rheinland-Pfalz über die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Neustadt die Sanierung und Umgestaltung unseres Friedhofs mit einem Betrag in Höhe von 300 T€ gefördert. Nur durch diese Förderung war der notwenige Sanierungsumfang von über 800 T€ möglich.
„Mehr als eine dreiviertel Million Euro für die Sanierung und Umgestaltung eines Friedhofs auszugeben ist sicher sehr viel Geld – aber sicher war der Bau der Friedhofshalle in den 60ger Jahren eine vergleichbare hohe finanzielle Herausforderung, ebenso auch der Bau unseres Bürgerhauses, unserer Grundschule oder unserer Sporthalle – Orte, die natürlich auch auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt werden. Ihnen gemein ist aber die Tatsache, dass alle Orte eine hohe Frequentierung erfahren und somit einen hohen Nutzen für die Gesellschaft haben“, so der Ortsbürgermeister.

Friedhof – nicht nur ein Ort der Trauer

Es zeichnet aber eine Gesellschaft nicht nur aus, wie sie mit ihren Lebenden, mit Benachteiligten, mit Randgruppen oder mit Minderheiten umgeht – sondern auch mit ihren Toten. Die Trauer um Verstorbene gehört zum Wesen von Menschen, ist seit vielen Jahrtausenden im Wesen von Menschen verankert.
Ein Friedhof ist aber auch ein Ort der Besinnung, des Erinnerns und der inneren Einkehr, aber auch der Dankbarkeit und Hoffnung. Ein Ort der Kommunikation. Er ist ein Ort vieler Emotionen, auf dem geweint, getröstet, aber auch gehofft und Mut geschöpft wird. An wohl keinen anderen Ort treffen solch unterschiedliche Emotionen zusammen.

„Die Ortsgemeinde hofft, dass mit der Neugestaltung des Friedhofs – der täglich von vielen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern aufgesucht wird – ein dafür würdiger Rahmen geschaffen wurde. Die neue, parkähnliche Gestaltung des Friedhofs wird – so wie die Neugestaltung Mitte der 60ger Jahre – auch für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben“, so der Ortsbürgermeister weiter.

Dank an die Firmen – Verwaltung – Rats- und Ausschussmitglieder

Abschließend galt der Dank des Ortsbürgermeisters allen am Bau beteiligten Planungsbüros und Baufirmen (fast alle im Umkreis von 20 km), den Mitarbeitern der Verwaltung und allen Mitgliedern des Bauausschusses sowie des Gemeinderats, für die immer konstruktiven und zielführenden Beratungen.
Nach der Feierstunde waren alle Teilnehmer zum Umtrunk in den Hof des Gemeindehauses, organisiert durch den Fußballsportverein, eingeladen.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister

Feierstunde auf dem Friedhof