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Ferienbetreuung

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Aktuelles

Info-Asyl

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10. Dezember 2018, 18:00 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Trotz ungemütlichem Nieselwetters herrschte auch in diesem Jahr eine große Nachfrage nach frisch geschlagenen Weihnachtsbäumen aus dem Steinweilerer Wald – nicht nur von Steinweilerer Mitbürgerinnen und Mitbürgern, sondern auch von Kunden aus unserer Verbandsgemeinde und weit darüber hinaus.

Im Angebot waren ausschließlich Blautannen, da die gepflanzten Nordmanntannen noch einige Zeit brauchen werden, bis sie das ‚Weihnachtsbaummaß‘ erreicht haben. Aber jeder fand seinen Baum und nahm diesen freudig mit nach Hause. Insbesondere für die Kinder war es wieder ein idealer Anschauungsunterricht, denn sie wissen nun, woher die Weihnachtsbäume kommen. Zudem machte es ihnen richtig Spaß ‚ihren‘ Weihnachtsbaum auszusuchen, zu schlagen und gleich mit nach Hause zu nehmen.

Gewohnt fachkundig wurden die Weihnachtsbäume von der Landjugend eingenetzt und für einen geringen Obolus sogar nach Hause gebracht. Einen Dank gilt allen, die diese Aktion unterstützt haben: unserem Beigeordneten Manfred Lieber, unserem Gemeinderatsmitglied Markus Marz (der die
meisten Bäume fällte), unserem Gemeindebediensteten Frank Gräbner, sowie den Helferinnen und Helfern der Landjugend, die offensichtlich viel Spaß dabei hatten.

Einen ganz besonderen Dank aber an unsere zahlreichen (Stamm)-Kunden, die es sich haben nicht nehmen lassen, auch in diesem Jahr ihren Weihnachtsbaum wieder selbst in unserer Weihnachtsbaumkultur zu schlagen. Die Weihnachtsbaumkultur muss weiterhin verjüngt werden, es ist aber beabsichtigt, diese Aktion auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier

29. November 2018, 18:00 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Auch in diesem Jahr ist wieder eine Delegation von Steinweiler zum Fest zu Ehren der heiligen St. Catharine in unsere Partnerschaftsgemeinde Épinac in Frankreich/Burgund gereist. Das Fest ist eine gute Gelegenheit, unsere Gemeinde und Region zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Beladen mit Weinen aus Steinweiler und Wurstspezialitäten aus der Region ging es am Samstag, dem 24.11.2018 um 7:00 Uhr morgens, auf die Reise. Zirka 500 Kilometer und 6 Stunden Fahrt standen uns bevor.

Bei unserer Ankunft in Épinac hat uns ein kleines Empfangskomitee im Bürgerhaus herzlich empfangen. Überrascht waren wir über die deutschen Sprachkenntnisse unserer Freunde. In regelmäßigen Abständen lernen Sprachinteressierte gemeinsam mit dem Deutschlehrer Sylvain Saussier die deutsche Sprache. Nach einem kleinen Imbiss wurde unser Ausstellungsstand für den nächsten Tag vorbereitet. Anschließend konnten wir uns in den Gastfamilien etwas frisch machen, denn um 18:00 Uhr trafen wir uns alle in der St. Barbara Kapelle zu einem Konzert, das von einem Akkordeonspieler gestaltet wurde. Nach dem Konzert ging es dann wieder in die Gastfamilien zum Abendessen. Nach einem anstrengenden Tag fiel mancher tot müde ins Bett.

Am Sonntagmorgen, um 9:00 Uhr, trafen wir uns alle wieder an unserem Ausstellungsstand im Bürgerhaus, denn um 10:30 Uhr sollte das Fest und der Markt offiziell eröffnet werden. Traditionell wurde vor dem Bürgerhaus – von Remy Rbeyrotte, Abgeordneter der Nationalversammlung, Claude Merckel, Bürgermeister von Épinac, seinem Stellvertreter Jean-Michel Prevotat und Markus Marz als Vertreter der Ortsgemeinde Steinweiler – ein in den französischer Nationalfarben gehaltenes Band durchschnitten und damit das Fest und der Markt eröffnet. Zahlreiche Besucher haben an unserem Stand die Pfälzer Spezialitäten genossen. Um 17:00 Uhr war Marktschluss und in einer Rekordzeit von einer Stunde haben wir den Stand abgebaut und alles wieder in unseren Transporter verstaut. Nun gab nochmals der Akkordeonspieler exklusive für uns im Rathaus ein Abschlusskonzert. Nach dem Konzert ging es wieder in die Gastfamilien zum ausgiebigen Abendessen, wobei man Aktivitäten für das kommende Jahr besprechen konnte.

Am Montagmorgen nach dem Frühstück und einer herzlichen Verabschiedung ging es um 9:00 Uhr wieder auf den Heimweg nach Steinweiler.

(Text und Bilder: Markus Marz)

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier

20. November 2018, 18:00 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Unter großem Anklang der Bürgerinnen und Bürger von Steinweiler und Besuchern aus anderen Orten, fand am Sonntag, dem 11.11.2018, in Steinweiler die traditionelle St. Martinsfeier statt. In und um, die dem heiligen St. Martin geweihte katholischen Kirche, hat man am Abend den Namenstag von St. Martin gefeiert. Mit einer Andacht unter der Leitung von Pastoralreferent Herrn Thomas Jäger und der Mitgestaltung des katholischen Kindergartens, wurden die Besucher in der voll besetzten St. Martinskirche auf die Feierlichkeit eingestimmt. Nach der Andacht ging es auf die Straßen von Steinweiler. Mit ihren zum Teil selbst gebastelten Laternen stellten sich die Kinder und Erwachsenen hinter dem hoch zu Ross sitzenden St. Martin auf. Schließlich setzte sich der St. Martinsumzug  in Bewegung. Die vielen kleinen und großen Sänger wurden durch den Musikverein Steinweiler unterstützt.  Als der Umzug wieder an der katholischen Kirche angekommen war, loderte schon das St. Martinsfeuer. Auf Grund des 1050 jährigen Jubiläums der Gemeinde Steinweiler wurde das Martinsspiel in diesem Jahr von einer Gruppe Erwachsenen gespielt, die bereits Theatererfahrungen beim Stationentheater gewonnen hatten.

St. Martin zerteilte dabei seinen Soldatenmantel, um einen frierenden Bettler vor dem Kältetod zu bewahren. Mit der Mantelteilung wird ein Akt der Barmherzigkeit dargestellt – dabei sollen auch die Menschen in der heutigen Zeit angeregt werden, Menschen in Not zu helfen und mit ihnen zu teilen.
Nach dem St. Martinsspiel ging es dann zum  katholischen Pfarrzentrum, wo es für die Kinder ein St. Martinsbrezel gab. Bei einer heißen Wurst, warmen und kalten Getränken, konnten die Besucher noch lange verweilen.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle besonders bei Sabine Daibel-Kaiser, die den Text für das St. Martinsspiel geschrieben und die Regie geführt hat. Danke auch an die Schauspieltruppe Patrick Frohneiser und seine zwei spontanen Unterstützern Norbert Knauber und Ulrich Kästle (Ausrufer), Thomas Lederer und Jürgen Polling (Erzähler), Udo Thomas (St. Martin), Petra Wüst (Bettlerin), Christian Center und Markus Marz (Bettler). Vielen Dank dem Musikverein Steinweiler, der für die musikalische Begleitung und der Freiwilligen Feuerwehr Steinweiler für die Absicherung des St. Martinumzuges gesorgt hat. Vielen Dank dem Fohlenhof für das Pferd mit Reiter und den Begleitpersonen, der KjG, die für das leibliche Wohl zuständig war, Danke an Jürgen Hust und Matthias Peck ,die für den guten Ton verantwortlich waren, an das eingespielte Martinsfeuerteam Eugen Schneider und Gerhard Braun, dem Fotografen Manuel Steiner, Markus Steiner und Joachim Lochbaum, die hinter dem Pferd den Zug abgesichert haben, der Gemeinde Steinweiler die die Brezeln gespendet und Absperrungen gestellt hatte.

Nach dem St. Martinsspiel verbleibt nur noch eine Verantaltung im Rahmen unserer 1050-Jahrfeier:
am Sonntag, dem 30.12.2018 findet in der prot. Kirche der Ökumenischer Abschluss-Gottesdienst unseres Jubiläumsjahres statt, veranstaltet durch die prot. und kath. Kirchengemeinden.

Bitte merken Sie sich auch diesen Termin vor und beachten Sie die Veröffentlichungen hierzu im Amtsblatt. – Michael Detzel, Ortsbürgermeister

(Text: Markus Marz, Bilder: Manuel Steiner)

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier

16. November 2018, 18:00 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

In unserem Jubiläumsjahr jährt sich das Ende des 1. Weltkriegs zum 100. Mal. Der Waffenstillstand von Compiègne wurde am 11. November 1918 zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien geschlossen und beendete die Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg. Diesem Kriegsende wird in Frankreich in jedem Jahr mit Gedenkfeiern gedacht. Umso größer waren die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Gedenken.

In diesem Jahr wurde die Ortsgemeinde Steinweiler von ihrer Partnergemeinde Épinac zur Teilnahme an der Gedenkfeier eingeladen, um diesen historisch außerordentlichen bedeutsamen Tag gemeinsam zu begehen. Eine kleine Delegation aus Steinweiler – mit dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Ralf Kammann, dem ehemaligen Ortsbeigeordneten Ludwig Lieber mit seiner Frau Malie, sowie Ortsbürgermeister Michael Detzel – folgten der Einladung und machten sich auf den Weg ins fast 500 km entfernte Épinac.

In Épinac fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem ‚Platz von Verdun‘ vor dem Mahnmal für die Gefallenen der Kriege, die Gedenkfeier statt.

Der Bürgermeister von Épinac, Claude Merckel, appellierte an die Bürger beider Gemeinden, sich für die Bewahrung eines friedlichen Miteinanders einzusetzen: „Bleiben wir wachsam! Nach mehr

als 70 Jahren Frieden und einem vereinigten und behaupteten Europa sind Michael und ich heute, in Épinac, die Vertreter von denjenigen, die aufmerksam sein sollten und Hoffnung in eine friedliche und weniger grausame Welt bringen sollen.“ Épinac hatte im „Grand Guerre – Großen Krieg“ 170 Gefallene zu beklagen. In Steinweiler gedenkt man 46 Soldaten, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten. Man gedachte auch den Menschen, die im Deutsch-französischen Krieg 1870/71 und im 2. Weltkrieg Opfer geworden seien.

„Dass ich heute als Bürgermeister einer deutschen Gemeinde hier reden darf, ist keine Selbstverständlichkeit. Ich und alle Mitbürginnen und Mitbürger Steinweilers – von denen ich Ihnen die herzlichsten Grüße überbringen darf – empfinden dies als große Ehre, bei den Gedenkfeiern dabei zu sein zu dürfen“, so Ortsbürgermeister Michael Detzel und erinnerte an die seit 1991 bestehende Partnerschaft beider Gemeinden, die in diesen Jahren „von einer Vielzahl von Menschen getragen wurde, es entstanden Freundschaften und Vertrauen. Unsere Jumelage symbolisiert im Kleinen, worauf es im Großen ankommt: sie füllt die großen Verträge mit Leben und gibt den großen Worten eine Stimme, ein Gesicht und ein Herz.“

Beide Bürgermeister äußerten die Sorge, dass in den letzten Jahrzehnten der Frieden als etwas

völlig Normales empfunden wurde. Europa verliere dadurch seinen Reiz, auch weil Nationalstaaten schon wieder bestrebt seien, ihre Interessen durchzusetzen. Man dürfe nie vergessen, warum sich die Nachkriegsgenerationen so für ein friedliches Miteinander in Europa eingesetzt haben. „Für ein friedliches Miteinander gebe es keine Alternative“, so der Ortsbürgermeister.

Als besonderes Zeichen der Freundschaft und Wertschätzung wurden zum Abschluss der Zeremonie zuerst die deutsche und dann die französische Nationalhymne gespielt.

Es war eine sehr eindrucksvolle Feierstunde, geprägt von der Hoffnung auf die Sicherung des Friedens und auf ein gutes Miteinander beider Nationen.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier

9. November 2018, 08:53 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

„Mit dem Gemeinschaftskonzert des Männergesangvereins und des Musikvereins biegen wir auf die Zielgerade unseres Jubiläumsjahres ein.“ – so formulierte es Ortsbürgermeister Michael Detzel, der sich erfeut zeigte, dass auch diese Veranstaltung im Rahmen der 1050-Jahrfeier wieder sehr gut besucht war. Viele Freunde des Chorgesangs und der Blasmusik wollten sich diesen seltenen, musikalischen Leckerbissen nicht entgehen lassen und kamen ins Bürgerhaus. Weiterhin lobte der Ortsbürgermeister, dass beide Vereine im Jubiläumsjahr bereits durch eigene Konzerte – sowie durch die Unterstützung von Veranstaltungen – zum Gelingen der 1050-Jahrfeier beigetragen haben.  Steinweiler können sich glücklich schätzen, dass das kulturelle Leben in der Gemeinde noch so gut gepflegt wird, so der Ortsbürgermeister.

Der Vorsitzende des Männergesangvereins, Kurt Liginger, begrüßte die Gäste und informierte über den Ablauf des abends, die zweite Vorsitzende, Roswitha Wieland, erläuterete die Liedfolge des Männerchors und des gemsichen Chors CHORios. Äußerst humoristisch präsentierte die Musikerin Christin Lederer die Titel des Musikvereins. Die Dirigenten hatten ein kurzweiliges Programm zusammengestellt und nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise der letzten 50 Jahre.

Tolle Kulisse im Bürgerhaus beim Gemeinschaftskonzert von Männergesang- und Musikverein zur 1050-Jahrfeier – Bild: Norman P. Krauß

Der Männerchor unter Leitung von Clemens Kerner eröffnete mit Titeln wie „Hallelujah“ oder „Über sieben Brücken musst du gehen“. Nicht fehlen durfte hier das „Dorf im Klingbachtal“, ein Lied aus der Feder des langjährigen Chorleiters Hermann Haas. Der Musikverein spielte unter Dirigent Reinhard Kehr zuerst einen Konzertmarsch „Hoch Heidecksburg“, bevor an Simon & Garfunkel erinnert wurde.

Den ersten Teil des Abends rundeten die beiden Chöre gemeinsam mit einem Schlagerpotpourri ab. Ein Medley des Musikvereins mit Melodien des unvergessenen Udo Jürgens weckte viele Erinnerungen, und auch Danyel Gerard, der sich zu Beginn der 1970er-Jahre mit „Butterfly“ in die Herzen der Zuhörer gesungen hatte, wurde mit viel Beifall  aufgenommen.

Martina Kaiser leitet den gemischten Chor „CHORios“. Er gefiel nicht nur mit der deutschen Fassung von Doris Days Welterfolg „Que sera sera“, sondern präsentierte mit „So schön ist Steinweiler“ auch ein Lied, dessen Text die Sängerin Margret Stanislawski eigens für das Jubiläumsjahr umgeschrieben hatte.

Mit Beethovens „Freude schöner Götterfunken“, der Europahymne, und dem „Abendfrieden“ klang das Konzert aus. Viel Beifall war der Lohn für die Sänger und Musiker, mehrere Zugaben wurden gefordert. Der Erlös der Veranstaltung wird den beiden Kindergärten zugute.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister

9. November 2018, 08:49 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Im Rahmen unserer 1050-Jahrfeier erfährt auch das alljährlich am 11. November aufgeführte St. Martinsspiel eine Änderung:

„Inspiriert“ durch das Stationentheater, wurde das ‚Schauspiel der Mantelteilung‘ durch die Regisserin unseres Stationentheaters, Sabine Daibel-Kaiser, überarbeitet und neu inszeniert. Im Jubiläumsjahr wird das Martinsspiel ausschließlich von erwachsenen Darstellerinnnen und Darsteller aufgeführt, die auch beim Stationentheater mitwirkten – und die dabei ihre erworbenen schauspielerischen Kenntnisse nochmals anwenden wollen …

Folgender Ablauf der Veranstaltung ist geplant:

  • die Martinssfeier beginnt um 18:00 Uhr in der katholischen Kirche
  • danach folgt der St. Martinsumzug mit Roß und Reiter durch die Straßen von Steinweiler. Musikalisch wird der Umzug durch den Musikverein begleitet. Die Kinder sollen ihre (selbstgebastelten) Laternen mitbringen und kräftig mitsingen (auch die Erwachsenen!).
  • Der Umzug endet auf dem Kirchenvorplatz. Hier wird im Anschluß das St. Martinsspiel aufgeführt
  • Bei Glühwein, Kinderpunsch und heißen Würsten klingt die Martinsfeier in und um das 14-Nothelfer-Zentrum aus. Der Ortsbürgermeister verteilt die Martinsbrezeln.

Lassen wir uns überraschen von der Neuinszenierung des St. Martinsspiels.

13. Oktober 2018, 13:17 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel


Sämtliche 12 Aufführungen ausverkauft – tolle Resonanz bei ‚Kaiserwetter‘

Eine unglaubliche Resonanz erfuhr das Stationentheater „Vom Kaiserhof zum Bauernhof – Stäweilrer Gschicht(l)e“, das letztes Wochenende in Steinweiler anlässlich des 1050jährigen Ortsjubiläums der Ortsgemeinde aufgeführt wurde. Bereits Mitte der Woche waren zehn der zwölf Aufführungen ausverkauft, auf der Zielgeraden des Vorverkaufs konnten sich einige Spätentschlossene noch kurzfristig ihre Karten sichern, teilweise waren die Aufführungen auch überbelegt, leider musste auch einigen Interessenten abgesagt werden. Das von Kaiserin Adelheid bestellte ‚Kaiserwetter‘, wurde auch prompt geliefert – beste Voraussetzung für eine Open-Air-Veranstaltung.

Die 60 Darstellerinnen und Darsteller zeigten ihr ganzes Können und begeisterten die über 750 Zuschauer, die oftmals spontanen Szenenapplaus spendeten. Die Theaterwissenschaftlerin Sabine Daibel-Kaiser hatte die Handlungen der an acht Stationen aufgeführten Szenen nicht nur recherchiert und geschrieben, sondern mit den Laiendarstellern auch noch einstudiert und zur Aufführungsreife gebracht.
Mit einem Fotoshooting im Hof des Gemeindehauses starteten die Aufführungen. Neben Ortsbürgermeister Michael Detzel und Verbandsbürgermeister Volker Poß waren auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart und Landrat Dr. Fritz Brechtel gekommen. Der Ortsbürgermeister dankte bereits zu Beginn allen Darstellerinnen und Darstellern für ihren tollen Einsatz und alle drückten den Darstellern die Daumen für ein gutes Gelingen.

Station 1: Bildungssystem

Die erste Station war die Evangelische Kirche (außen). Dort begrüßte der „Mann mit der Glocke“ die Besucher. Das Thema dort: Schule früher und heute, zu Zeiten, als der Unterricht noch nach Konfessionen getrennt war. Auch der Rohrstock kam damals reichlich zum Einsatz. Der Gemeinderat hatte zudem kein Geld für die Renovierung der Lehrerwohnung, sodass der Schullehrer an chronischem Husten litt. Außer über den schlechten Wohnungszustand erregte sich der Dorflehrer auch über „dumme Mädchen, die ja sowieso nicht rechnen können müssen“. Ebenso über den gemeinsamen Schulbesuch von evangelischen und katholischen Schülern („des geht doch gar nid“) oder eine vaterlandslose Jugend, die noch nicht einmal über den Triumph im Siebziger Krieg gegen Frankreich richtig Bescheid weiß: „Alles geht de‘ Bach nunner!“, war die resignierende Feststellung.

Station 2: Kriegsende

Die Ereignisse gegen Ende des Zweiten Weltkrieges überschlagen sich auch in Steinweiler und das Thema der Kapitulation erhält hier eine besondere lokalhistorische Brisanz. Denn die Amerikaner stehen im März 1945 auf dem Wingertsberg und beschießen Steinweiler. Kinder und Frauen flüchten in die evangelische Kirche. Ein Mann will Deutschland verteidigen, bis zum letzten Blutstropfen. Ein anderer, Fritz Bossert, hängt eine weiße Fahne auf die Kirche. Der reichstreue Deutsche holt sie wieder herunter und beschimpft alle als Vaterlandsverräter. Bossert geht mit der weißen Fahne den Amerikanern entgegen. Steinweiler wird verschont, doch die Bewohner müssen Platz machen für die Besatzer, erst für die Amerikaner, später für die Franzosen. Man haust in Nebengebäuden oder im Keller. Bossert wurde der erste Bürgermeister nach dem Krieg.
Beim Eintritt in die evangelische Kirche wurden die Besucher durch Chorgesang auf die Szene eingestimmt. Nicht nur Zeitzeugen wischten sich bei dieser Szene Tränen aus den Augen – sie wurde als die emotionalste und beeindruckendste im Stationentheater benannt.

Station 3a: Feldschütz

Nach Kriegsende herrschte erstmal Not. So brauchte man einen Feldschütz (Flurhüter), der darauf achtete, dass nur die ernteten, die auch säten. Auf dem Weg zur Station 3b forderte dieser in barschem Ton die erschrockenen Besucher auf, ihre Taschen zu öffnen und zu zeigen, dass nichts ‚drin‘ ist. Niemand traute sich, dieser Aufforderung nicht nachzukommen.
‚Mäusefang‘ dagegen – anschaulich mit Originalgerät demonstriert – wurde mit einem Pfennig pro Maus belohnt. Es gab auch Zuteilungen, zum Beispiel Nägel. Amüsiert kassierten die Besucher einen ‚Mäusepfennig‘ und bekamen abgezählt einige Lattnägel.

Station 3b: Haus Archenweyer und Tanzlokal

Gegenüber der Obergasse 42 meldete sich aus dem ältesten Haus Steinweilers ‚Archenweyer‘ – das um 1690 in der Dorfsiedlung Archenweyer abgebaute und in Steinweiler wieder aufgebaute Haus – die Stimme einer dort Eingeschlossenen, die im Haus gefangen war und befreit werden wollte. Von ihr erfuhren die Besucher viel über die Geschichte dieses Hauses.
Schwungvoll wechselte die Szenerie rüber in den Hof des ehemaligen Wirtshauses und Tanzlokals, in dem auch die ersten Tanzversuche gemacht werden konnten. Nach dem Tanz zog es die jungen Pärchen ins benachbarte ‚Poussier- oder Kunzegässel‘ – oftmals zum Missfallen der Eltern. Mehrfach entstanden hier ‚Partnerschaften fürs Leben‘. Im Hof wurden die Besucher auch spontan zu einer Tanzeinlage aufgefordert.

Station 4: Bäuerinnen unter sich

In der Obergasse 21 hielt man alle möglichen Nutztiere. Ausmisten war tägliche Arbeit. Heute mistet man dort auch, allerdings nur Pferde. Früher brauchte man die Pferde zum Pflügen, heute ist es Freizeitsport, machten die Darstellerinnen deutlich.
Dazu geben drei fleißige ‚Bäuerinnen‘ aus drei verschiedenen Epochen, die eigentlich nicht bei ihrem Tagwerk gestört werden wollen, Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Dabei ist ihnen die Wichtigkeit ihrer eigenen Tätigkeit besonders bewusst und die beiden Konkurrentinnen haben dies gefälligst zur Kenntnis zu nehmen. „Wolld die was?“ – und – „Was wolld die?“ riefen die beiden Bäuerinnen aus vergangenen Zeiten entsetzt, als die moderne Reiterin sagte, dass ihre Pferde ‚voltigieren‘ … Eine äußerst humorvolle Szene.

Zwischenstation

Auf dem Weg zur Kreuzgasse 9 ertönte plötzlich wieder die gute alte Ortsrufanlage, mit der früher amtliche Meldungen öffentlich wurden. Die Tagesordnung der Ratssitzung wurde damit ebenso verkündet wie auch die Warnung, dass eine größere Gruppe Personen im Dorf ‚unterwegs‘ sei, vor der man sich aufgrund überhöhtem Alkoholgenuss in Acht nehmen müsse.

Station 5: Landwirtschaft und Handwerk  

Weiter ging es zur Kreuzgasse 9. In dieser Szene trafen sich Handwerker und Landwirte: der Schuhmacher, der Schmied, ein Altbauer und Jungwinzer und ein Bierbrauer. Alle sind von ihrem Beruf überzeugt, dass er zukunftsfähig ist. Aber auch ein ehemaliger Bauer, der seinen landwirtschaftlichen Betrieb aufgegeben hat und nun in der Industrie arbeitet, sowie ein ‚Personalwerber‘ für diesen Großbetrieb sind mit von der Partie.
Hier werden die sich langsam verändernden landwirtschaftlichen Strukturen aufgezeigt, aber auch, dass das traditionelle Handwerk nicht vom Wandel verschont bleibt. Und so ist manch einer darauf angewiesen, seinen Lebensunterhalt außerhalb von Steinweiler zu verdienen.
Dass jedes Handwerk durstig macht, bekamen die Besucher mehrfach demonstriert. Auch wurden die Besucher spontan und sehr erfolgreich zum Mitsingen des Liedes ‚Hejo, spann den Wagen an‘ im Kanon animiert.

Station 6: Tratsch uff de Gass

Am „scharfen Eck“ in der Haselschussgasse traf man sich regelmäßig. Hier wurde gebabbeld, getratscht, palawert, dischbudiert und sogar gesungen. Wer die neuesten Neuigkeiten aus dem Dorf erfahren wollte, musste unbedingt hierher kommen.
„Betratscht“ wurde ein Streich, den die Gesellen dem Metzgerlehrling gespielt hatten: Sie hatten die Schlachtschweine freigelassen und der Lehrling musste diese wieder einfangen. Ebenso, dass dem Sayerbäcker ‚unsauberes‘ Mehl untergejubelt werden sollte. Die Gesangseinlagen vom ‚Vogel‘ und die sich daraus ergebenden Misstöne beim ‚Sayerbäcker‘, sorgten beim Publikum für Erheiterung.

Station 7: Krankenpflege

In der katholischen Kirche betete Schwester Fidelis dafür, dass die Kirche nicht wieder abbrennt, was in der Vergangenheit mehrmals vorgekommen war. Der Kirchenbrand von 1895 wurde dabei, überschneidend mit ihrem Gebet – als Vision mit Feuergeknister und lodernden Lichteffekten –    wieder lebendig:  Hektisch retten Dorfbewohnerinnen wichtige Utensilien vor den Flammen. Schwester Fidelis – eine Vorläuferin der heutigen Sozialstationen und eine Institution im Ort – wird immer dann gebraucht, wenn es dringend ist. Das wissen auch Kurt und Dorle, die mit ihren Verletzungen zuerst bei ihr Hilfe suchen. Dorle stellt die Frage, ob ein evangelischer Junge in der katholischen Kirche behandelt werden darf. Da dieser den Unterschied zwischen evangelisch und katholisch noch nicht so richtig verstanden hat, erklärt Dorle ihm, dass man das schließlich spüren könne. Kurt erwidert darauf lapidar, nachdem er ihre Hand genommen hat:  ‚Ich spür‘ nichts‘.

Station 8: Adelheid von Burgund

Majestätisch wurde es dann im Hof des Gemeindehauses. Die erste Besitzerin Steinweilers gab sich die Ehre: Kaiserin Adelheid von Burgund persönlich begrüßte ihre Untertanen und verlas die Schenkungsurkunde vom 16. November 968, als ihr Gatte, Otto der Große, ihr das Hofgut Steinwilare im Speyergau schenkte. Zudem sprach sie einer neuzeitlichen Hausfrau Mut zu, ihren Mann aus dem gegenüberliegenden Wirtshaus zu holen.
Gleichzeitig erhielt Adelheid Geschichtsunterricht von einer ihr nachfolgenden, historischen Persönlichkeit, dem Fürstbischof Franz Christoph Freiherr von Hutten. Dieser reklamierte das Anwesen für sich: “Willkommen auf meiner Treppe, willkommen in meinem Hof, willkommen in meiner fürstlichen Sommerresidenz“, da er dies 1745 hatte erbauen lassen. Auch erschienen die spätere „Napoleons-Eiche“ – sie wurde nach dem zweiten Weltkrieg zu Brennholz zerhackt – und die „Napoleons-Säule“ – die „überlebt“ hatte, weil aus Stein – in dieser Schlussszene.
Den Schlussakkord läuteten das napoleonische Sommer- und Winterfest ein, mit der Feststellung, dass ‚Veränderung der Lauf der Dinge ist‘: „Wir kommen alle, und wir gehen alle!“

Zur Schlussszene war der Hof des Gemeindehauses prall gefüllt – mit den Besucherinnen und Besuchern, aber auch mit allen Darstellerinnen und Darstellern der Szenen zuvor – und bot somit für diese finale Szene eine prächtige Kulisse. Die Darstellerinnen und Darsteller sowie die Theaterwissenschaftlerin Sabine Daibel-Kaiser, die zuvor von Ortsbürgermeister Michael Detzel mit einem großen Blumenstrauß beglückwünscht wurde, posierten auf der großen Treppe für das Schlussbild – und wurden mit großem und lang anhaltendem Applaus verabschiedet.

Stäweil’rer Geschicht(l)e“ – aus verschiedenen Jahrzehnten und Jahrhunderten, an verschiedenen Plätzen und mit unterschiedlichsten, sehr ernsten und aus heutiger Sicht sehr lustigen Handlungen – wurde sehr anschaulich, informativ, lebhaft und authentisch widergegeben – wer nicht dabei war, hat etwas Einmaliges, ein Stück Ortsgeschichte, versäumt. Es war eine kurzweilige Zeitreise, perfekt von vielen freiwilligen Helfern im Vorfeld organisiert und umgesetzt. In das Stationentheater waren über 120 Personen involviert.

Danke

Einen ganz großen und herzlichen Dank an alle, die das Stationentheater in den vergangenen Monaten in irgendeiner Weise vor und während der Aufführungen unterstützt haben …

  • den 60 Darstellerinnen und Darstellern, für die umfangreichen und unermüdlichen Proben im Vorfeld und für die 12 Aufführungen an den beiden Aufführungstagen
  • dem gemischten Chor CHORios des Männergesangvereis mit der Chorleiterin Martina Kaiser in der protestantischen Kirche, verstärkt mit Sängerinnen und Sängern des Männergesangvereins und des katholischen und protestantischen Kirchenchors
  • der Organistin Sandra Kammann für das Orgelspiel in der kath. Kirche und Matthias Peck für die Technik und das Installieren von Lautsprechern und der Ortsrufanlage
  • dem Nähteam, das die Darstellerinnen und Darsteller mit ‚zeitgemäßer‘ Kleidung ausstaffierte
  • den Einlasskontrolleuren und den Wegbegleitern, die den Besuchern den ‚rechten‘ Weg von Station zu Station zeigten und darauf achteten, dass niemand ‚verloren‘ ging …
  • dem Trend-Friseur-Team mit der Inhaberin Melanie Schramm und Rebecca, die dafür sorgten, dass die Darstellerinnen und Darsteller ‚alt‘ aussahen …
  • der Eulenwächterin … und … und ganz zum Schluss
  • nochmals einen ganz besonderen Dank an die Theaterwissenschaftlerin Sabine Daibel-Kaiser, die mit Ihrer Kreativität und Ihren Ideen und mit maximalem Engagement dieses Projekt erst ermöglichte und erfolgreich inszenierte.

Einen weiteren Dank an

  • Stefanie Bohlender für den zeitintensiven Kartenvorverkauf
  • den Eigentürmern der einzelnen Aufführungsorte, die ihre Anwesen zur Verfügung stellten
  • Danke auch an die Feuerwehr und die Landjugend, die an beiden Tagen die Verköstigung der hungrigen und durstigen Besucherinnen und Besucher nach den Aufführungen übernommen hatten. Bis in den späten Abend war ‚viel Betrieb‘ um und im Feuerwehrgerätehaus.
  • Vielen Dank auch den Anliegern für das Verständnis, die durch Umleitungen, Parkverbote und Geschwindigkeitsreduzierungen einige Mobilitätseinschränkungen hinnehmen mussten.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister

Fotos der Veranstaltung und der Darsteller finden Sie hier