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20. Februar 2018, 20:18 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Nach dem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst und dem sich anschließenden Neujahrsempfang, erfuhr auch die dritte Veranstaltung, am 19. Januar 2018, im Rahmen der 1050-Jahrfeier unserer Ortsgemeinde, eine überaus große Resonanz. Über 250 Mitbürgerinnen und Mitbürger folgten der Einladung zu einem Streifzug durch die Geschichte.

Das Bürgerhaus war bis auf den letzten Platz besetzt

Nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Michael Detzel und einen kurzen bildhaften Rückblick auf die beiden ersten Veranstaltungen, übergab der Ortsbürgermeister dem Geschichtskenner Dr. Michael Martin das Wort, der die ‚1050 Jahre in einer Stunde‘ Revue passiere ließ. Der Schwerpunkt lag dabei auf der ‚Großen Geschichte‘, die mit der Schenkung des Hofguts ‚Steinwilare‘ im Speiergau durch Otto den Großen an seine Gattin Adelheid, urkundlich auf den 16. November 968 datiert, begonnen hatte. Ihr zum Gedenken gab es in Steinweiler eine St. Adelheidskapelle, die in der Gewanne Wingertsberg gestanden haben könnte. Er berichtete, dass Steinweiler schon früh ein ‚ansehnliches Dorf war‘, da schon frühzeitig eine katholische Kirche erbaut worden ist und immer wieder von ‚Niederadligen‘ die Rede war. Erst 1560 wurde vermutlich der erste evangelische Gottesdienst in der nun simultanen Kirche gehalten, Mitte des 19. Jahrhunderts die evangelische Kirche erbaut.

Dr. Michael Martin beim ‚Streifzug durch die Geschichte‘

Weiterhin berichtete Dr. Martin über wechselnde Besitz- und Herrschaftsverhältnisse, kriegerische Auseinandersetzungen, Plünderungen, Massenflucht, Auswanderungen, Kirchenbränden, Streitereien zwischen den Konfessionen, dem Dreißigjährigen Krieg, die Französische Revolution, das Vorhandensein einer Napoleonsäule im Ort, über den Familienverband Hartmuth/Osthoff. Früh wurde auch über Weinanbau berichtet, später über Flachs- und Tabakanbau. 1853 wird die erste Poststelle errichtet, 1898 bereits das erste öffentliche Telephon, 1880 wird die Gemeindesparkasse gegründet, 1902 stimmten die Bürger mit überwältigender Mehrheit gegen eine Wasserleitung, hatten aber vier Jahre später nichts gegen die Einführung von elektrischem Licht. Mit der Ankunft im 20. Jahrhundert beendete Dr. Martin seine einstündige Zeitreise, mit dem Hinweis, dass die jüngere Geschichte im, in Kürze erscheinenden, Dorflebenslauf festgehalten ist.

Der Ortsbürgermeister dankte Dr. Martin für den kurzweiligen Vortrag und verwies auf den Erscheinungstermin des Dorflebenslaufes, am Festabend zur 1050-Jahrfeier, am 24. Februar, zu dem ebenfalls die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Der Ortsbürgermeister dankte Dr. Martin für seinen kurzweiligen Vortrag

Mit dem Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr endete die Veranstaltung.

An der Stelle herzlichen Dank an die Winzervereinigung, die den Vortragsabend organisatorisch und mit dem Ausschank von Getränken unterstützt haben.

Michael Detzel, Ortsbürgermeister


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