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18. November 2014, 17:27 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel
Ortsbürgermeister Michael Detzel (rechts) und Verbandsbürgermeister Volker Poß, der zur Eröffnung einen “hallenunschädlichen” Fußball mit Anhang mitgebracht hatte.
Ortsbürgermeister Michael Detzel (rechts) und Verbandsbürgermeister Volker Poß, der zur Eröffnung einen “hallenunschädlichen” Fußball mit Anhang mitgebracht hatte.

Am 8. November 2014 wurde nach 20-monatiger Bauzeit die neue Sporthalle in Steinweiler eingeweiht. Diese war mit ca. 450 Gästen bis auf den letzten Platz besetzt. Auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport hatten sich eingefunden. Bei seiner Begrüßung sagte Ortsbürgermeister Michael Detzel, dass die Steinweilerer dem Ereignis schon lange entgegengefiebert hätten. „Die neue Sporthalle wird eine deutliche Bereicherung des Sportangebots für alle sportbegeisterten Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein“, so Detzel weiter, „und ein Kommunikationszentrum fernab von Handy, Facebook und PC.“

Grußwort des Landrats Dr. Fritz Brechtel
Grußwort des Landrats Dr. Fritz Brechtel

Ähnlich äußerten sich auch Landrat Dr. Fritz Brechtel, Verbandsgemeindebürgermeister Volker Poß, Alois Herrmann, Sportkreisvorsitzender des Sportbunds Pfalz, Gerald Claus, Vorsitzender des Turnvereins und der Referatsleiter des Sportministeriums Rheinland-Pfalz, Harry Herrmann, die allesamt Grußworte darbrachten und natürlich auch Geschenke mitgebracht hatten – meist in Form eines Schecks. Die Redner zollten der Gemeinde Respekt für die gelungene Baumaßnahme. Detzel dankte explizit seinem Vorgänger Norbert Forstner, der das Projekt maßgeblich mit auf den Weg gebracht habe.

Grußwort von Claude Merckel, Grußwort der örtlichen Vereine, Gerald Claus  Bürgermeister von Epinac
Grußwort von Claude Merckel, Grußwort der örtlichen Vereine, Gerald Claus
Bürgermeister von Epinac

Besonderen Beifall erhielt auch der Bürgermeister der französischen Partnergemeinde Epinac, Claude Merckel sowie der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Fabienne Conntable, die 500 Kilometer aus Burgund angereist waren. Merckel beendete seine Rede mit dem Ausruf: „Es lebe Steinweiler, es lebe Epinac – es lebe die Freundschaft zwischen Steinweiler und Epinac.“

Der Referatsleiter des Sportministeriums Rheinland Pfalz, Harry Herrmann
Der Referatsleiter des Sportministeriums Rheinland Pfalz, Harry Herrmann

Bürgermeister Detzel führte bei seiner Eröffnungsansprache die Gäste auf eine kleine Zeitreise in die 50er Jahre, als die Steinweilerer die Sache selbst in die Hand nahmen und eine Gruppe von “Pionieren” des Turnvereins eine erste Turnhalle in Eigenarbeit erbauten – alles in Eigenleistung und Teamarbeit. In den Folgejahren war die Turnhalle das Zentrum des kulturellen Lebens für unzählige Vereinsfeiern, für den Kerwetanz, für Faschingsveranstaltungen, Einwohnerversammlungen, etc. geworden. Nun jedoch sei es Zeit für einen Neubau gewesen, denn selbst aufwändige vom Turnverein geplante Sanierungsmaßnahmen hätten nicht die Standards erbracht, die an eine moderne Halle heutzutage gestellt würden. Detzel betonte auch, dass es für den Turnverein nicht einfach war, sich vom Vereinseigentum zu trennen um den Neubau am Wunschstandort zu ermöglichen.

Der erste Spatenstich erfolgte am 7. Juli 2012 in Anwesenheit des damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck, nachdem die Kreisverwaltung den Neubau der Sporthalle auf der zu fördernden Projekte im Kreis Germersheim zwischenzeitlich auf Platz 1 platziert hatte, auch das Ministerium für Inneres, Sport und Infrastruktur Zustimmung signalisierte und einen Zuschuss von über 1 Mio Euro in Aussicht stellte. Baubeginn war Anfang März 2013, Rohbaufertigstellung im Dezember; Ende Oktober 2014 waren fast alle Arbeiten erledigt.

Grußwort der örtlichen Vereine, Gerald Claus
Grußwort der örtlichen Vereine, Gerald Claus

Die Gesamtkosten für die Sporthalle mit Erschließung liegen bei 3,6 Mio Euro, 300 TEuro über den ursprünglich geplanten Kosten, da der Gemeinderat einen hochwertigeren energetischen Ausbau befürwortete, mit

  • einer effizienteren Wärmdämmung der Gebäudehülle
  • dem Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • den Einbau einer Pelletheizungsanlage für einen CO²-neutralen
  • den Fernwärmeanschluss der Grundschule und Kindertagesstätte.

Detzel betonte auch das Höchstmaß an Engagement durch den Architekten und Bauleiter Edgar Friedmann, der oftmals Aufgaben erledigte, die nicht in seiner Beauftragung standen. „Die Zusammenarbeit und Koordination von über 29 Gewerken und den gegebenen Rahmenbedingungen war eine logistische Meisterleistung und verdient den allerhöchsten Respekt. So, wie die Halle geworden ist, basiert auf seinen umfangreichen Überlegungen und Planungen“.

Geschenke der beiden KiTa-Leiterinnen Rebecca Aumüller und Sonja Frohnheißer. Foto: pfalz-express.de
Geschenke der beiden KiTa-Leiterinnen Rebecca Aumüller und Sonja Frohnheißer.
Foto: pfalz-express.de

Aufgelockert wurden die Reden der Laudatoren von Darbietungen des Musikvereins Steinweiler, des Männergesangvereins und des gemischten Chors, der Grundschule, den beiden Kitas und dem Turnverein.

Schlüsselübergabe des Architekten Edgar Friedmann an Ortsbürgermeister Michael Detzel
Schlüsselübergabe des Architekten Edgar Friedmann an Ortsbürgermeister Michael Detzel

Architekt Edgar Friedmann überreichte symbolisch den Schlüssel an Bürgermeister Detzel. Zum Abschluss des Festakts gab es eine Ökumenische Weihe mit den Pfarrern Ößwein und Wenzel.

Mittlerweile ist auch der Belegungsplan für die neue Sporthalle erstellt, die Halle ist morgens durch die Grundschule und Kindertagesstätten und abends durch die Vereine von 16 bis 22 Uhr bereits durchgehend belegt. Ihre erste Bewährungsprobe erfährt die Halle mit einem öffentlichen Tischtennisturnier des Turnvereins.
Mit einem Tag der offenen Tür am darauffolgenden Sonntag – mit vielen Darbietungen und Mitmachangeboten des Turn-, Fußball- und Schützenvereins – wurden die Einweihungsfeierlichkeiten abgeschlossen. Die neue Sporthalle kann ab dem 17. November durch die Vereine genutzt werden.

„Prall gefüllte Sporthalle“
„Prall gefüllte Sporthalle“