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28. Dezember 2015, 15:55 Uhr
eingereicht durch Michael Detzel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nur noch wenige Tage bis zum Jahresende 2015 – ein geeigneter Zeitpunkt, auf die vergangenen 12 Monate zurück zu schauen, aber auch um einen Ausblick auf das neue Jahr zu geben.

Drei große Themen prägten in unserer Ortsgemeinde das abgelaufene Jahr 2015: im Frühjahr der Anschluss an das schnelle Internet, in der Jahresmitte die Verkehrsfreigabe der sanierten Kreuzgasse und Windener Straße sowie im Spätjahr die Diskussion um die Unterbringung von Asylsuchenden. Darüber hinaus gab es noch etliche weitere Aktivitäten und Initiativen, um das Umfeld, in dem wir uns bewegen, attraktiver zu gestalten.

Am Donnerstag, dem 22. Januar, war es soweit: nach über fünf Jahren permanentem Ringen und schier endlosem Warten auf eine schnelle Internetanbindung wurde der erste Teilnehmer an das Glasfasernetz angeschlossen und zwei Monate später im Bürgerhaus die Einweihung gefeiert. „Schnelles Internet“ ist ein wesentlicher Standortfaktor für Betriebe als auch private Haushalte und garantiert eine schnelle Informationsbeschaffung und deren Verteilung. Vier Wochen nach Weihnachten erlebten dies viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger wie eine weitere Bescherung.

Drei Monate später, am 16. Juni, erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe der vollsanierten Kreuzgasse und Windener Straße. In den 15 Monaten Bauzeit hat die Straße insbesondere im Bereich der Kreisstraße einen  neuen Charakter erhalten, an den wir uns gewöhnen müssen. Während der Bauphase mussten die Anlieger viele Einschränkungen ertragen, letztendlich ist die Mehrzahl der Anlieger zufrieden, so wie es geworden ist. Erst kurz vor Beginn des Dorffestes wurde die Maßnahme fertig gestellt und bot den zahlreichen  Festbesuchern eine neue Kulisse und sorgte für ein ganz besonderes  Ambiente.  Neben dem gelungenen Ausbau waren auch viele Gäste wieder von dem gastronomischen und kulturellen Angebot begeistert. Unsere Ortsgemeinde zeigte sich dank dem großartigen Engagement von vielen Vereinen und ehrenamtlichen Helfern wiederum von ihrer besten Seite.

Anfang August begann die Resterschließung des Baugebietes Brotäcker-3.  In einer Art „Wanderbaustelle“ zog die ausführende Firma durch das Wohngebiet und verlegte Pflaster im Straßenund Gehwegbereich. Die Zufahrtsstraße wurde asphaltiert. Ende November erfolgte die Abnahme. In den nächsten Wochen werden noch die Bäume gepflanzt, damit ist die Maßnahme „Brotäcker-3“ vollständig abgeschlossen.

Fast zeitgleich erfolgte ab Mitte August der Abbruch  der alten Turnhalle. Viele beobachteten mit Wehmut den Rückbau des Gebäudes, das viele Jahre das sportliche und kulturelle Zentrum unserer Ortsgemeinde war und mit dem viele Erinnerungen verbunden waren. Ende September begannen dann die Arbeiten an der Außenanlage, eine Sprunggrube und ein Wurfring wurden angelegt, ebenso die nördliche Zuwegung. Auch diese Arbeiten sind größtenteils abgeschlossen. Als letzter Mosaikstein des Projekts „neue Sporthalle“ wird im kommenden Jahr der Wettbewerb „Kunst am Bau“ durchgeführt, eine Jury entscheidet über das passende Kunstobjekt , das im Außenbereich platziert werden wird.
Bereits seit dem Frühjahr laufen Aktivitäten, unsere Straßenmarkierungen und Straßenschilder zu erneuern; ebenso um die Durchfahrtsgeschwindigkeit zu reduzieren. Im Bereich der Grundschule erfolgten die umfangreichsten Änderungen. All dies sind Maßnahmen, um unsere Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen. Im neuen Jahr wird die vollständige Umsetzung erfolgen.
Für das neue Schuljahr musste für die Grundschule ein Schulcontainer beschafft werden, da 31 Kinder eingeschult wurden, verteilt auf zwei erste Klassen. Im Schulgebäude selbst stand kein freier Unterrichtsraum mehr zur Verfügung, um eine weitere Schulklasse aufzunehmen. Ebenso wurde die Betreuungskapazität der betreuenden Grundschule erhöht, auch besteht seit Anfang dieses Jahres die Möglichkeit, eine sozialpädagogische Betreuung anzufordern.

Nach unserer Kirchweih – mit mittlerweile bewährtem Fassanstich zur Kerweeröffnung – fand in der letzten Ferienwoche die zweite Ferienbetreuung der Ortsgemeinde in Zusammenarbeit mit Steinweilerer Vereinen statt. Was im letzten Jahr mit 2 Betreuungstagen begann, wurde dieses Jahr auf eine ganze Woche ausgeweitet. Genau 40 Kinder nahmen an der Ferienwoche teil, durchschnittlich 25 Kinder pro Tag. Ein sehr ansprechendes Programm ließ bei den Kindern keine Langeweile aufkommen.

Aufgrund der Schließung des Real-Marktes und dem Entfall der Möglichkeit, Güter des täglichen Bedarfs ortsnah einzukaufen, wurde eine Busverbindung nach Kandel zum Einkaufen eingerichtet. Der Bürgerbus wird konstant gut genutzt und soll auch im neuen Jahr ein Mal pro Woche für diese   Einkaufsfahrt genutzt werden.

Eine weitere Initiative wurde im Oktober unter der Überschrift „Gemeinsam älter werden – Zuhause – in Steinweiler“ gestartet. Die demografische Entwicklung in Deutschland führt dazu, dass die Zahl älterer Menschen zunehmen wird. Auch in Steinweiler müssen und wollen wir uns rechtzeitig auf diese Situation einstellen. Zur Auftaktveranstaltung kamen über 100 Seniorinnen und Senioren, die sich für das Thema interessierten, über 30 erklärten sich bereit, in Arbeitsgruppen bestimmte Themen zu detaillieren. Es wäre zu begrüßen, wenn bestimmte Themen umgesetzt und nachhaltig betrieben werden würden.

Das bestimmende Thema der letzten drei Monate  war jedoch die Unterbringung von Asylsuchenden und deren Integration. Ausgelöst durch eine Anfrage der Verbandsgemeinde zur Nutzung zweier unbebauter Grundstücke im Mischgebiet des Baugebiets Brotäcker-2, äußerten etliche Anlieger ihre Bedenken. In einer Anlieger- und späteren Einwohnerversammlung wurde über die aktuelle Lage informiert. Es gab jedoch auch sehr viel Zuspruch, die Integration von Asylsuchenden zu unterstützen; über 30 Bürgerinnen und Bürger trugen sich spontan in „Unterstützerlisten“ ein. Ziel ist es, ankommende Asylsuchende dezentral in unserem Dorf unterzubringen. Zwischenzeitlich hat der Gemeinderat beschlossen, zunächst eines der beiden Grundstücke für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Ich bin zuversichtlich, dass die Integration von Asylsuchenden gelingen wird, wenn unsere Dorfgemeinschaft diese Herausforderung offensiv und optimistisch angeht.

Dies war ein Streifzug durch die zahlreichen Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten des abgelaufenen Jahres. Die meisten dieser Themen werden in Ausschusssitzungen  vorberaten und im Gemeinderat beschlossen. Hinzu kommen noch die Geschäfte der laufenden Verwaltung, die natürlich schnell und zeitnah erledigt werden müssen.

Im neuen Jahr stehen die Sanierung von Feldwegen und die Ausweisung eines weiteren Neubaugebietes auf der Agenda. Weiterhin auch die Unterbringung von Asylsuchenden. Hierzu wird  zu einem Termin im Januar eingeladen, um die Betreuung und Integration der Asylsuchenden zu besprechen. Auch müssen einige Instandhaltungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden durchgeführt werden.

Verehrte  Mitbürgerinnen und Mitbürger,
vor 18 Monaten wurde ein neuer Gemeinderat und meine Person als Ihr neuer Ortsbürgermeister gewählt. Die Anlaufkurve für Gemeinderat und Ortsbürgermeister war recht steil, da etliche Projekte parallel abgewickelt werden mussten. Deshalb möchte ich mich an der Stelle bei allen bedanken, die mich dabei unterstützt haben:
Beim Gemeinderat und bei den Ausschüssen für die konstruktiven Beratungen, ebenso bei meinen Beigeordneten Manfred Lieber und Friedel Hartmann und bei all unseren Gemeindebediensteten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso gilt mein Dank den Mitarbeitern der Verbandsgemeindeverwaltung Kandel und insbesondere auch Herrn Bürgermeister Volker Poß für die kompetente Unterstützung in den vergangenen 12 Monaten.
Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei den Vereinen, die durch ihre Angebote und ihr Engagement für ein lebendiges Dorf sorgen. Ganz herzlich möchte ich allen danke sagen, die sich in irgendeiner Weise für unser Dorf und unsere Dorfgemeinschaft eingesetzt haben. Nur durch Ihre weitere Mitarbeit und Unterstützung wird auch das Jahr 2016 zu einem guten Jahr für unsere Gemeinde werden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne und besinnliche Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr 2016!

Es grüßt Sie herzlich –  Ihr Ortsbürgermeister Michael Detzel


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